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Welterbe-Kristall

Alle zwei Jahre wird im Herbst  der «Welterbe-Kristall» verliehen. Dabei handelt es sich um den mit CHF 10’000.- dotierten Preis der Stiftung UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch zur Förderung der Attraktivität der Welterbe-Region.

Dabei werden Projekte, die einen besonderen und beispielhaften Beitrag zur Erhaltung des UNESCO-Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch leisten und der nachhaltigen Regionalentwicklung im Sinne der Charta vom Konkordiaplatz dienen, mit der Auszeichnung «Welterbe-Kristall» gewürdigt. Die Auszeichnung soll einen Nachahmungseffekt auslösen.

Neben der attraktiven Preissumme von CHF 10‘000.- profitieren die Projektinitianten und Projektträger zusätzlich von einer überregionalen Kommunikations-Plattform. Zudem erhalten Sie für ihre beispielhafte Leistung im Sinne des Welterbes und einer nachhaltigen Region hohe Anerkennung und Beachtung.

Private und öffentliche Projektträgerschaften sind aufgerufen, vorbildliche und nachahmenswerte Projekte mit diesem Eingabeformular einzureichen.

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Bisherige Preisträger

2017: WollReich Haslital

Die WollReich Haslital GmbH gewinnt für ihr Projekt «Wolle sehen, spüren und erleben» den mit CHF 10’000.- dotierten Welterbe-Kristall. Mit ihren Aktivitäten vermittelt WollReich Haslital altes Handwerk vom Rohmaterial bis hin zum fertigen Produkt. Gerade in der heutigen Konsumgesellschaft ist es wichtig, die Nachhaltigkeit des nachwachsenden Rohstoffes zu fördern und aufzuzeigen. Nicht zu unterschätzen, so Jury-Präsident Thomas Egger, ist die Vermittlungsrolle von WollReich zwischen Produzenten, Verarbeitern und der Bevölkerung in den Bereichen Tourismus, Bildung und Kultur.

Annerkennungspreis 2017: Suone Niwärch, Ausserberg

Mit einem Anerkennungspreis über CHF 3’000.- wurde das Projekt «Erhaltung historische Wässerwasserleitung Niwärch und Gästeinformation uf dr Chorunderri» ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit das seit 1973 andauernde Bestreben zum Erhalt des über 600 Jahre alten Bauwerks. Die historische Suone Niwärch dient heute noch der Bewässerung der Wiesen rund um Ausserberg und hat für die Region eine hohe touristische Bedeutung.

2016: Burger- und Munizipalgemeinde Mörel-Filet

Die Burger- und Munizipalgemeinde Mörel-Filet überzeugten mit ihrem Projekt „Biodiversität im Dorf“ die Jury. Mit diesem umfassenden Projekt tragen mosaikartige Teilprojekte zur Aufwertung der Biodiversität in Mörel-Filet bei. Als eigentliche Initialzündung kann die Wiederbelebung der Kastanienselve Salzgäb bezeichnet werden. Seither konnte jährlich ein neues Teilprojekt in Angriff genommen werden. Dies ist, so Jury-Präsident Thomas Egger, nicht zuletzt dem hohen Bewusstsein einiger Gemeinde- und Burgerräte für die Natur- und Kulturwerte zu verdanken.

2015: Lötschentaler Museum

Das Lötschentaler Museum gewann für sein Projekt „Kulturerbe für alle“ den Welterbe-Kristall 2015. Mit diesem innovativen und bisher unerprobten Konzept macht das Lötschentaler Museum seine gesamte Sammlung und Dokumentation dem Publikum zugänglich. Insbesondere die starke Ausrichtung auf Jugendliche und Schulen sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte wurde von der Jury gelobt. Zudem, so Jury-Präsident Thomas Egger, könne das Projekt wesentlich zur Sichtbarkeit des UNESCO-Welterbes Swiss Alps Jungfrau Aletsch beitragen.

2014: KWO

Die KWO gewann den Welterbekristall 2014 aufgrund ihrer eigens entwickelten Methode zur umfangreichen Aufwertung der Gewässer. Energiegewinnung im grossen Umfang im Perimeter des Unesco-Welterbes kann konfliktfrei funktionieren: Wie dies machbar ist, zeigt die über mehrere Jahre laufende Gewässeraufwertung im Oberhasli durch die KWO. Das frühzeitige Einbeziehen von allen beteiligten und interessierten Gruppen, von den Amtsstellen über die Fischerei und den Umweltverbänden war ein zentrales Element und hat zum Erfolg geführt. Thomas Egger, der Präsident der Kristalljury, begründete den Entscheid zugunsten des Stromunternehmens unter anderem damit, dass mehr als die gesetzliche Vorgabe der Gewässersanierung geleistet worden sei. Als modellhaft für andere Projekte bezeichnete er das Vorgehen, das in einer Umsetzung ohne eine einzige Einsprache gipfelte.

2013: Burger- und Munizipalgemeinde Naters

Das Projekt „Erhaltung und Aufwertung Natur- und Kulturlandschaft Natischerberg“ der Burger- und Munizipalgemeinde Naters überzeugte im Jahr 2013 die Jury. Die Grundidee des Projekts wurde vom zuständigen Revierförster Theler Christian ins Leben gerufen. Naters besitzt sehr viele Natur- und Kulturgüter. Um diese in Wert zu setzen wurde das Projekt gestartet. Theler unterbreitete deshalb im Herbst 2005 der Burger- und Munizipalgemeinde ein Vorprojekt mit verschiedenen Teilprojekten. Eine Begehung mit Fonds Landschaft Schweiz, Pro Natura, Loterie Romande, Heimatschutz und die Schweizer Berghilfe wurde durchgeführt. Die Organisation Fonds Landschaft Schweiz machte bei der Begehung den Vorschlag, ein Projekt über das ganze Gemeinde- gebiet zu erstellen. Der Revierförster erstellte die Projektvorschläge. Zusammen mit dem Raumpla- nungsbüro Michlig & Partner wurden die 19 Teilprojekte ausgearbeitet. Mit diesem Projekt wird die Bevölkerung für die Werte der einmaligen Landschaft sensibilisiert, die von Generationen in Handarbeit erschaffen wurde und im höchsten Masse erhaltenswert ist. Von diesem Projekt erhofft sich das Managementzentrum eine Signalwirkung für andere Welterbe-Gemeinden.