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Schweizer Meerträubchen

Das Schweizer Meerträubchens (Ephedra helvetica) trägt – insbesondere im Herbst mit seinen leuchtend roten, beerenartigen Früchten – zu einem attraktiven Landschaftsbild und farbenfrohen inneralpinen Felsensteppen an der Lötschberg-Südrampe bei. Die Verbreitung des Meerträubchens beschränkt sich in der Schweiz auf das Wallis. Es handelt sich vermutlich um eine westalpinen Endemiten – eine Art, die natürlicherweise nur in einem bestimmten Gebiet (und sonst nirgendwo auf der Erde) vorkommt. Während das Schweizer Meerträubchen im Mittelwallis in den Felsensteppen stellenweise zu den Charakterarten gehört, sind im Oberwallis nur sehr vereinzelte Vorkommen bekannt. Im UNESCO-Welterbe bildet das Vorkommen von Niedergesteln (hier müsst eine Verlinkung mit einem POI-Eintrag gesetzt werden) in der inneralpinen Felsensteppe an der Lötschberg-Südrampe die einzige bekannte Population. Das 20-50 cm hohe Sträuchlein gilt als botanische Kuriosität und ist auf nationaler Ebene geschützt.

In Rahmen von Felderhebungen wurde 2014 das kleine, konzentrierte Vorkommen der Pflanze in der Felsensteppe oberhalb von Niedergesteln untersucht. Aktuell ist der Bestand vor allem durch den zunehmenden Einwuchs mit Gebüschen – insbesondere durch den Sefistrauch (Juniperus sabina) – bedroht. Ohne gezielte Massnahmen würde das Vorkommen mittelfristig erlöschen.

Massnahmen

Mit dem „Welterbe Gmeiwärch 2015“ in Niedergesteln konnte dank der tatkräftigen Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung des seltenen und geschützten Schweizer Meerträubchens geleistet werden. Gemäss Einsatzleiter und Biologe Ralph Imstepf wäre ohne diese gezielte Massnahme das Vorkommen oberhalb von Niedergesteln mittelfristig verschwunden. Zusätzlich zu den Massnahmen ist eine Infotafel beim Standort geplant, auf der die Pflanze näher beschrieben wird.

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