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Naturlandschaften

Goldgelbe Arven-Lärchenwälder, karge Felsensteppen, malerische Moorlandschaften und sich ständig wandelnde Gletschervorfelder. Dies sind nur einige der 19 verschiedenen alpinen und subalpinen Lebensräume, die man im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch entdecken kann. Die Vielfalt der Naturlandschaft beruht auf Faktoren wie grosse Höhengradienten und klimatischen Unterschiede. Das Mosaik von natürlichen Lebensräumen in Kombination mit der angrenzenden Kulturlandschaft ist massgeblich für die vielfältige Biodiversität verantwortlich. Diese ist im Vergleich mit der Gesamtschweiz überdurchschnittlich hoch und von unschätzbarem Wert, denn jedes Lebewesen trägt zu einem ökologischen Gleichgewicht bei, das unter anderem Bäche sauber und Böden fruchtbar hält. Einzigartig für das Welterbe ist auch die Tatsache, dass die gesamte Vegetationsentwicklung (Sukzession) – von den ersten Pionierkräutern in den Gletschervorfeldern bis hin zum dichten Wald – sichtbar ist.

Ein Grossteil des Welterbe-Gebiets gehört zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN), das die wertvollsten Landschaften der Schweiz umfasst. Angesichts dieser Lebensraumvielfalt überrascht es kaum, dass in der Region schätzungsweise 700 der rund 3’600 besonders gefährdeten und seltenen Arten der Schweiz anzutreffen sind.

Das Managementzentrum des UNESCO-Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch hat sich zum Ziel gesetzt, die einzigartigen Naturlandschaften und deren unschätzbar wertvolle Biodiversität längerfristig zu erhalten. Gemeinsam mit lokalen Experten wird analysiert, welche gefährdeten Arten und Lebensräume für das Welterbe von besonderer Bedeutung sind und gefördert werden sollen. Besteht Handlungsbedarf, werden Förderprojekte für Schutz- oder Aufwertungsmassnahmen der Arten und Lebensräume lanciert und, bspw. mithilfe von Freiwilligeneinsätzen, umgesetzt. Neben diesen Massnahmen kommt auch der Kommunikation und Bewusstseinsmachung bei der einheimischen Bevölkerung und auswärtigen Gästen eine entscheidende Rolle zu.