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Das Rudolphis Trompetenmoos wächst fast ausschliesslich auf alten Bergahornen in luftfeuchten Lagen der montanen und subalpinen Stufe.

Landschaftsqualitätsprojekt unesco

Kulturlandschaften gemeinsam fördern und erhalten

Das UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch wurde vom Kanton Wallis und der Gemeinde Naters mit der Ausarbeitung des Landschaftschaftsqualitätsprojekts „unesco“ beauftragt. Der Perimeter umfasst die 11 Gemeinden von Steg-Hohtenn bis Bettmeralp. In diesem Gebiet liegen Kulturlandschaften mit hohem ästhetischen, kulturellem und ökologischen Wert: farbenfrohe und duftende Alpwiesen, weidende Eringerkühe und Schwarznasenschafe, plätschernde Suonen, artenreiche Trockenwiesen und -weiden, Rebterrassen oder eng verwinkelte Dörfer mit traditionellen Holzbauten. Dabei spielt der Gegensatz zwischen gepflegter Kulturlandschaft und der „wilden“ Naturlandschaft in dieser Region eine entscheidende Rolle für deren Attraktivität. Diese Vielfalt der Kulturlandschaft gilt jedoch als zunehmend bedroht: der landwirtschaftliche Strukturwandel führt u.a. zur Bewirtschaftungsaufgabe und damit zum Verbuschen einst offener Flächen und zum Zerfall traditioneller Strukturen oder landwirtschaftlicher Gebäude. Um dem Verlust der landschaftlichen Vielfalt entgegenzuwirken, soll die LQB die Landwirte in ihrer Arbeit für die Erhaltung, Förderung und Aufwertung der regionalen Vielfalt landschaftlicher Besonderheiten unterstützen.

In einer ersten Projektphase wurde in Zusammenarbeit mit Landschaftsfachpersonen und der Dienststelle für Landwirtschaft eine Unterteilung des Gebiets in 11 Landschaftsräume vorgenommen. In einem zweiten Teil wurden im Rahmen eines Workshops mit Landwirten und lokalen Experten aus unterschiedlichen Bereichen die gewonnenen Erkenntnisse aus der erarbeiteten Landschaftsanalyse vorgestellt und überarbeitet. Zudem wurden geeignete Massnahmen aus dem kantonalen Katalog, die zum Erhalt und Förderung der vielfältigen Kulturlandschaft beitragen sollen, vorgestellt und über deren Umsetzung auf geeigneten Flächen diskutiert. Anschliessend wurde ein erster Bericht fertiggestellt und Ende Juni beim Kanton eingereicht. Ende Oktober wurden die vom Kanton vorgeschlagenen Änderungen im Bericht eingebaut und anschliessend wurde der Bericht dem Bund zur Kontrolle vorgelegt. Die Umsetzung des Landschaftsqualitätsprojektes soll im Frühjahr 2017 beginnen.

 

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